Du willst einen Onlinekurs erstellen.

Sehr gut!

Denn ein eigener Onlinekurs ist eine wunderbare Möglichkeit, um

  • mit Deiner Expertise mehr Menschen zu helfen
  • in Deiner Selbstständigkeit raus aus dem Zeit-gegen-Geld Modell zu kommen
  • zusätzlichen Umsatz in Deinem Business zu machen.

Und wenn Du Dich fragst: „Onlinekurse erstellen – wie geht das denn?“ – dann bist hier genau richtig.

Damit es kein Buch mit 7 Siegeln bleibt, Deinen eigenen Onlinekurs anzubieten, teile ich meine Erfahrungen aus vielen Jahren, in denen ich Onlinekurse erstellt habe und andere Selbstständige beim Start mit ihrem Onlinekurs unterstützt habe.

Du erfährst in diesem Artikel:

 

1) Wie funktioniert ein Online-Kurs?

Vermutlich hast Du selber bereits Onlinekurs gekauft und genutzt, sei es privat oder beruflich.

Das Grundprinzip, wie ein Onlinekurs funktioniert:

Bei einem Onlinekurs stellst Du Kursmaterial virtuell zur Verfügung, auf das die Kursteilnehmenden virtuell zugreifen können.

Dadurch können Onlinekurse unabhängig von Zeit und Ort genutzt werden.

Und das macht macht sie so beliebt und vielseitig.

 

Onlinekurs, Online Schulung, eLearning & Co

Es gibt unterschiedliche Begriffe für Onlinekurse.

Sie werden auch als Online Schulungen, Online Seminar, eLearning, Mitgliederbereich, Online-Training, Online-Workshop etc. bezeichnet.

Je nachdem in welchem Umfeld Du bist, gibt es andere Bezeichnungen, die üblich sind. Und natürlich gibt es verschiedene  Formate bei Onlinekursen. Im Onlinekurse Kompass Starter Kit stelle ich die 3 wichtigsten Formate von Onlinekursen vor.

Wenn Du Angebotstexte von Onlinekursen liest, kommt meist noch eine Prise Marketing dazu und es werden Begriffe wie Bootcamp, Masterclass o.ä. verwendet. Nutze also ggf. alternative Begriffe für Onlinekurse.

Ich verwende den Begriff „Onlinekurs“. Eine weitere gängige Schreibweise ist auch Online-Kurs.

 

2) Warum Du einen Onlinekurse erstellen und anbieten solltest

Gucken wir, warum sich der ganze Zauber mit einem eigenen Onlinekurs lohnt. Und zwar

  • Für Dich als Coach, Beraterin, Trainerin oder mit einer Expertise in einem bestimmten Fachgebiet.
  • Für andere Menschen, denen Du mit Deinem Kurs weiter helfen kannst.

2.1) Die Beliebtheit von Onlinekursen nimmt zu

Onlinekurse sind absolut breitenwirksam geworden und werden mittlerweile in vielen Branchen eingesetzt.

Die Nutzung von Online-Gesundheitskursen der Krankenkassen stieg von 2020 auf 2021 um 60 Prozent bei der DAK, bei der TK sogar um 70 Prozent (Quelle: Handelsblatt).

Viele Menschen haben erst durch die Pandemie „online“ für sich entdeckt.

Manche unfreiwilig. Manche skeptisch.

Sie haben hautnah die Möglichkeiten erlebt, die ihnen Onlinekurse bieten:

  • Sie haben sich mit Onlinekursen und anderen virtuellen Angeboten weiter gebildet.
  • Sie haben Online-Schulungen bei der Arbeit gemacht.
  • Und E-Learing Angebote zu Themen genutzt, die sie interessieren. Für ein Hobby oder zur persönlichen Weiterentwicklung.

Onlinekurse sind für viele Menschen sehr bequem, denn sie können sie zeit- und ortsunabhängig nutzen. Sie müssen sich nicht mehr auf den Weg machen, um an einem Seminar oder Kurs teilzunehmen. Das spart Zeit und Ressourcen.

Und es ist auch viel gemütlicher, von der heimischen Couch oder dem Homeoffice aus einen Onlinekurse zu machen oder an seinem Lieblingsplatz an einer Online-Schulung teilzunehmen.

Und das haben viele Menschen schätzen gelernt! Auch bei den Volkshochschulen gibt es mittlerweile ein üppiges Angebot an Onlinekursen! Ein gutes Zeichen, oder?

Der Bedarf ist also da. Und die Tür steht Dir offen, um Deinen eigenen Onlinekurs anzubieten.

 

2.2) Vorteile für Dein Business, wenn Du Onlinekurse anbietest

Es gibt eine Menge Pluspunkte, die ein eigener Onlinekurs für Deine Selbstständigkeit mit sich bringen kann.

Hier nur 7 Vorteile:

  1. Du wirst mit Onlinekursen unabhängiger von Kundenanfragen.
  2. Mit Onlinekursen kannst Du Dein Offline-Business erweitern.
  3. Mit Onlinekursen kannst Du Dich sicherer aufstellen, indem Du ein ausgewogenes Produktportfolio aufbaust.
  4. Du kannst mit Onlinekursen mehr Menschen erreichen und somit Dein Wissen nachhaltig wirksam machen.
  5. Du sparst langfristig Zeit. Denn Dein Onlinekurs nimmt Dir eine Menge Arbeit ab.
  6. Du kannst Onlinekurse strategisch in Deinem Business einsetzen und damit auch Dein Business skalieren.
  7. Du kannst zusätzliches Geld verdienen mit Onlinekursen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Vorteile von Onlinekursen für das eigene Business.

 

3) Die 8 wichtigsten Schritte, um einen Onlinekurs zu erstellen

Du willst es also wissen und möchtest Deinen eigenen Onlinekurs erstellen.

Dann lass uns die entscheidenden Schritte anschauen, die Du dafür brauchst.

 

3.1) Die eigene Zielsetzung festlegen

Bevor Du irgendetwas produzierst für Deinen geplanten Onlinekurs, geht es erstmal um Dich!

Denn der 1. Schritt zum erfolgreichen Onlinekurs ist Dein eigenes Ziel zu kennen. Überlege Dir daher zunächst, was Du mit Deinem Kurs erreichen willst.

Viel Geld verdienen und über Nacht reich werden?

Das reicht nicht aus! Denn sagen wir mal ganz ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du sofort einen Knaller landest, ist eher gering.

Natürlich gibt es viele Anbieter im Online-Business, die Dir exorbitante Umsätze und einen Alltag in der Hängematte versprechen. Und rate mal, wer damit am meisten Kohle macht …? Bingo! Auf solche Mitschnacker fällst Du nicht rein. Sehr gut!

Horche also in Dich rein, was Dein „Warum“ ist und was Dich motiviert, einen eigenen Onlinekurs zu erstellen.

Wenn Dir das klar ist, wirst Du auch dranbleiben und nicht beim 1. Gegenwind aufgeben und Deine wertvolle Kursidee in den Papierkorb verschieben. Denn es gibt einen großen Friedhof von genialen, halbfertigen Onlinekursen, die leider nie das Licht der Welt erblicken werden. Wenn Du weißt, warum Du den Kurs machen willst, wirst Du dieses Ziel auch viel leichter erreichen.

Schreib Dir gleich auf, was Deine Ziele sind.

Warum juckt es Dir in den Fingern, einen eigenen Onlinekurs zu machen?

 

3.2) Das Kursthema wählen

Nach meiner Erfahrung ist das Thema für einen Onlinekurs mit der wichtigste Aspekt, um einen guten Onlinekurs zu erstellen.

Wenn Du das passende Thema hast, dann läuft alles andere fast wie am Schnürchen.

Wo stehst Du gerade mit der Themenfindung für Deinen Kurs:

  • Hast Du schon ein Thema?
  • Wuseln Dir ganz viele Kursideen im Kopf?
  • Hast Du noch gar keine Kursidee?

Alles fein!

Für ein gutes Kursthema sind folgende 3 Aspekte wichtig:

 

3.2.1) Die Zielgruppe für Deinen Onlinekurs

Überlege zunächst, wer die Zielgruppe für Deinen Onlinekurs ist.

Denn Dein Onlinekurs ist nicht für jeden! Dann kauft ihn nämlich niemand. Weil sich niemand angesprochen fühlt. Erfolgreiche Onlinekurse richten sich an bestimmte Zielgruppen.

Sei daher möglichst konkret, welche Menschen Du mit Deinem Kurs ansprechen möchtest. Denn das sind die Wunschkunden für Deinen geplanten Online-Kurs.

Genau für diese Menschen machst Du Deinen Kurs. Nicht für den nöligen Deutschlehrer aus der 5. Klasse und nicht für die Schwiegermutter, die „online“ seltsam findet.

Damit kannst Du übrigens auch die Sorge, was andere Menschen über Deinen Onlinekurs denken oder sagen könnten, getrost wegatmen. Vor allem, wenn sie gar nicht zu Deiner Zielgruppe gehören!

 

3.2.2) Die Bedürfnisse der Zielgruppe

Mit Deinem Onlinekurs willst Du also bestimmten Menschen helfen.

Überlege Dir, welches Problem diese Menschen haben, für das Du eine Lösung hast. Und was wollen die Menschen erreichen, indem sie ihr Problem lösen?

Um das herauszufinden, lohnt es, sich immer wieder mit den Bedürfnissen der Wunschkunden zu befassen.

Daher ist es zum Start mit eigenen Online-Produkten auch sinnvoll, wenn Du zunächst im 1:1 mit den Menschen arbeitest. Denn so erfährst Du mehr über ihre Probleme und Hürden, die sie bei der Bewältigung ihrer Probleme haben. Und erzielst mit Deinen Einzelcoachings- oder beratungen obendrein noch Umsatz.

Und glaube mir: Hinter jedem erfolgreichen Onlinekurs stehen viele Einzelberatungen oder Einzelcoachings!

Kenne die Probleme und die Wünsche der Menschen, die Du mit Deinem Kurs ansprechen willst.

 

3.2.3) Ein konkretes Kursthema

Dein Kursthema sollte 2 relevante Aspekte erfüllen:

  • Dein Kurs bietet eine Lösung für ein konkretes Problem.
  • Es gibt eine bestimmte Zielgruppe, die dieses Problem hat und sich die Lösung wünscht und dafür auch ihr Portmonnaie aufmacht.

Und Du hast richtig Bock auf das Kursthema! Auch das ist wichtig, wenn Du Kurse anbieten willst.

Dann wird es Dir einfacher von der Hand gehen und Du wirst Deinen Kurs leichter vermarkten. Warum? Die Menschen werden spüren, ob es Dir Spaß macht oder Dein Kurs für Dich den Charme einer lästigen Steuererklärung hat.

Die meisten Kursthemen sind viel zu allgemein oder zu umfassend. Das ist eine typische Expertenfalle bei der Erstellung von Online-Produkten. Aber solche Kurse funktionieren nicht, weil sich niemand davon angesprochen fühlt.

Bei diesem Beispiel siehst Du, was ein konkretes Kursthema ausmacht:

  1. Zu allgemeines Kursthema: „Onlinekurs Augengesundheit“
  2. Konkretes Kursthema: „In 4 Wochen entspannte Augen trotz Computerarbeit“

Das 1. Thema lässt Dich vermutlich kalt. Beim 2. Thema wird es bei Dir klingeln oder Dir fallen zumindest Leute ein, für die das interesant sein könnte.

Wenn Du ein sehr spezifisches Kursthema wählst, hast Du gleich zwei große Vorteile bei Deinem Onlinekurs:

Je konkreter Dein Kursthema ist, desto besser wird der Kurs und desto leichter wird es Dir fallen, den Kurs zu erstellen und erfolgreich zu vermarkten!

 

3.3) Ein Kurskonzept – die solide Basis für Deinen Onlinekurs

Du hast jetzt ein Kursthema gewählt.

Nun kommt ein sehr wichtiger Schritt. Viele begehen den Fehler und fangen an, wie wild Kursmaterial zu produzieren, bevor sie sich über relevante Aspekte zu ihrem Kurs Gedanken machen.

Aber dann verzettelt man sich schnell, man hat einen Sack Kursmaterial auf der Festplatte und ist ratlos.

Mach daher zunächst ein Kurskonzept. Das Konzept ist der Leitfaden für Dein Kursangebot, es hilft Dir bei der Erstellung des Kursmaterials und erleichtert Dir das Dranbleiben. Mit einem Konzept wird es Dir auch leichter fallen, Deinen Onllinekurs zu gestalten, und zwar ohne Dich dabei in Randthemen zu verlieren. Das geht nämlich ganz fix, wenn man dabei ist, tief in sein Thema einzutauchen …

Mit meinen Kundinnen arbeite ich sehr intensiv an ihren Kurskonzepten. Teilnehmerinnen von meinem Programm „Souverän zum Selbstlernkurs“ sagen, dass Dank einem guten Konzept das eigentliche Produzieren vom Kurs fast von alleine geht,

 

3.4) Aufbau des Online-Kurses festlegen

Wie kannst Du sinnvoll Deinen Onlinekurs aufbauen?

Das fühlt sich zunächst vielleicht etwas tricky an. Denn Du hast eine Menge Know-How zu Deinem Kursthema. Aber mit Deinem Konzept an der Hand geht das leichter. Denn Du weißt damit, was das Ziel des Kurses ist und wer die Zielgruppe für den Kurs ist.

Lege also die einzelnen Module und Lektionen des Kurses fest, die aufeinander aufbauen.

Damit bringst Du eine Struktur in Deinen Kurs. Und das ist der rote Faden, an dem Du die Kursteilnehmenden ans Ziel bringst. Denn dafür haben sie Deinen Kurs gekauft: Sie wollen das Ziel des Kurses erreichen. Gib ihnen das in dem Kurs, was sie auf dem Weg dahin brauchen.

Wenn Du beispielsweise einen eigenen Prozess entwickelt hast, den Du schon in Deinen Präsenzseminaren oder Deinen Einzelcoachings nutzt, kommt der hier zum Tragen.

Lege außerdem entsprechende Aufgaben und Übungen fest, damit die Kursteilnehmenden das Gelernte anwenden und umsetzen können. Ansonsten wird der Kurs nur eine Materialsammlung. Das ist auch schön, aber kein Onlinekurs.

 

3.5) Dein Kursangebot

Damit die Menschen überhaupt wissen, was es Schönes bei Dir gibt, erstellst Du ein Kursangebot. Also einen Text mit den verschiedenen Spezifikationen zu Deinem Kurs. Das Kursangebot soll auch Appetit auf Deinen Onlinekurs machen. Mach da aber keine Doktorarbeit draus. Der Angebotstext darf auch kurz sein (Lesetipp: Fasse Dich kurz, denn auch Deine Kunden haben keine Zeit).

Auch das Angebot kannst Du später noch optimieren und ergänzen.

Optional erstellst Du zusätzlich noch eine Verkaufsseite zum Kurs, eine sogenannte Landingpage. Aber das ist nicht unbedingt nötig.

Tipp: Für meine kleineren Kurse mache ich auch keine Landingpages, sondern verlinke meine Kursangebote direkt zu der Bestellseite auf der Kursplattform. Ein kleiner Trick, mit dem Du es Dir leichter machen kannst.

 

3.6) Das Kursmaterial erstellen

Endlich ist es soweit und es geht an das Kursmaterial!

Je nachdem, welche Art von Onlinekurs Du anbieten möchtest, bereitest Du entsprechendes Kursmaterial vor und erstellst es. Du entscheidest also, welche Inhalte in den Kurs sollen und welche Art von Medien Du dafür nutzt.

 

3.6.1) Medien für Dein Kursmaterial

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Kursmaterial, das Du anbieten kannst:

    • Videos
    • Audios
    • Workbooks
    • Checklisten
    • Texte
    • Tabellen
    • Schaubilder
    • E-Mails
    • etc.

Du musst keineswegs all das Material produzieren! Es ist lediglich eine Auswahl an Möglichkeiten.

Du kannst die Medien, die sinnvoll sind, kombinieren. Oder einen reinen Videokurs erstellen oder einen Audiokurs machen.

Außerdem kann Dein Kurs zusätzliche Elemente haben, die dem Austausch oder der Möglicheit für Fragen und Feedback dienen. Du entscheidest, was für Deinen Kurs sinnvoll ist und womit Du Dich wohlfühlst.

Behalte das Material klar und übersichtlich. Das macht es Dir und Deinen Kursteilnehmenden leichter.

 

3.6.2) Videos für Deinen Online-Kurs aufnehmen

Beim Thema „Videos Aufnehmen“ wird vielen mulmig. Daher gehen wir kurz darauf ein.

Ganz ehrlich: Auch mir war jahrelang unwohl bei diesem Gedanken, Videos für einen Onlinekurs zu machen.

Heute – und viele Stunden Kursmaterial auf Video später – kann ich Dir versichern, dass Du Dir diese Panik sparen kannst! Mir macht es mittlerweile sogar Spaß, Videos zu erstellen! Lese auch meine 5 Tipps um einen Videokurs zu erstellen.

Und ich verrate Dir:

  • Keine Angst davor, in diese komische Kamera zu sprechen! Das tut nämlich nicht weh. Und das sage ich als jemand, die früher nicht mal auf einen Anrufbeantworter gesprochen hat …
  • Keine Angst vor der Technik. Man kann mit wenig Aufwand gute Kursvideos machen. Ich bin da sehr minimalistisch und verwende einfache Onlinekurs-Technik.

Aber sei Dir auch bewusst: Du musst keine Videos für Deine Online-Kurse aufnehmen, wenn Du das absolut nicht möchtest. Denn Du kannst auch andere Medien wählen –  s.o. Arten von Kursmaterial.

Es gibt großartige Onlinekurse, die nur aus Texten und Schaubildern bestehen!

 

Kursmedien von 10 Jahren

So war es „damals“:

Meinen 1. Selbstlernkurs habe ich auch als CD-Rom angeboten und verkauft!

Das ist schon 10 Jahre her und heute weiß man kaum noch was eine CD ist, geschweige denn, wie man sich die ansehen kann.

Ja, die möglichen und gängigen Medien bei Kursmaterial ändern sich mit der Zeit.

Deinen eigenen Onlinekurs kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt auch mit anderen Medien erstellen.

Wähle daher die Medien für Dein Kursmaterial, die jetzt für Dich passen.

 

3.6.3) Praxistipps für die Kursproduktion

Das eigentliche Produzieren des Kursmaterials ist unspektakulär und läuft ohne Trommelwirbel.

Ein paar Tipps dazu:

  • Fang einfach an und zieh es dann durch. Blocke Dir Zeit dafür, in der Du ungestört das Material produzieren kannst: z.B. Videos machen, Texte schreiben, Charts erstellen.
  • Erstelle nach und nach das Material, das Du Dir vorgenommen hast. Und geh einfach davon aus, dass Dein Kursmaterial gut genug ist.
  • Achte dabei auch gut auf Dich und halte Dich bei Laune. Dann wird Dein Kursmaterial noch besser!
  • Betrachte das Ganze als Experiment: Wie das wohl ist, einen Kurs zu produzieren und wie es sich wohl anfühlt, wenn das Ding im Kasten ist?

Geniesse diesen Prozess des Machens und freu Dich über das Ergebnis. Denn das Ding anzugehen und fertig zu machen ist ein entscheidender Schritt!

 

3.7) Einen Kursbereich anlegen

Du hast nun Dein Kursmaterial erstellt. Glückwunsch!

Aber wie kommt denn Dein Kursmaterial an die Menschen, die den Kurs haben wollen?

Nein, die Videos werden bitte nicht per E-Mail verschickt … Und auch das mit der CD-Rom ist heutzutage keine gute Idee.

Sondern Du verwendest für Deinen Onlinekurs einen Kursbereich.

Dafür stelle ich Dir folgende zwei Möglichkeiten vor:

 

3.7.1) Kursbereich auf WordPress erstellen

Du kannst beispielsweise auf Deiner WordPress-Seite mit dem Plugin Digimember einen eigenen Kursbereich einrichten. Zur gratis Anleitung, wie Du einen Kursbereich mit dem kostenlosen Plugin Digimember einrichten kannst.

Das bedeutet aber auch, dass Du die WordPress-Seite selber pflegen musst und bei technischen Problemen selber den Hut auf hast …  Wenn Du also fit in WordPress bist und Dir das Spaß macht, dann nur zu.

Es gibt eine bequeme und gängige Alternative:

 

3.7.2) Kursbereich auf einer Plattform für Onlinekurse

Du nutzt eine externe Onlinekurs Plattform. Dort legst Du das Material Deiner Online Schulung an, so dass die Teilnehmenden jederzeit darauf zugreifen können. Und zwar, ohne dass Du Dich weiter darum kümmern musst.

Und über die Kurs-Plattform kannst Du außerdem Deine Onlinekurse verkaufen und die Kursbestellungen abwickeln.

Hier stelle ich verschiedene Kursplattformen für Onlinekurs vor, die eine deutsch sprachige Nutzeroberfläche haben und bezahlbar sind.

Bei den meisten Kursplattformen hast Du einen Testzeitraum und kannst zwischen verschiedenen Preispaketen wählen.

 

3.8) Dein Kursmaterial im Kursbereich einbinden

Wenn Du Dich bei der Kursplattform Deiner Wahl registriert hast, kannst Du dort Deinen Onlinekurs anlegen und Dein Kursmaterial einbinden. So siehst Du, wie Dein Onlinekurs nach und nach fertig wird!
Ich kann schon mal verraten: Das fühlt sich großartig an!

Du kannst dann im Kursbereich immer noch Anpassungen machen, z.B. Überschriften der Kursmodule und Lektionen, mögliche Textergänzungen etc., so das alles stimmig für Dich ist.

Bei vielen Kursplattformen lassen sich auch Interaktionen im Kursbereich integrieren, um die Kursteilnehmenden zum Dranbleiben zu motivieren. Das ist Geschmackssache und sollte auch zum Kurs und zur Zielgruppe passen.

Auf der Kursplattform erstellst Du auch die Bestätigungsmail, die die Leute nach dem Kauf Deines Kurses in ihren Posteingang bekommen, legst Zahlungsspezifikationen fest, Dauer des Zugriffs auf den Kurs etc.

Einmal erstellt, läuft die Bestellabwicklung von Deinem Onlinekurs dann voll automatisch!

Und fertig ist Dein Onlinekurs. Jetzt kannst Deinen Kurs anbieten. Er kann gekauft und sofort genutzt werden!

 

Mach es Dir einfach mit der Technik bei Deinem Onlinekurs

Die Technik ist oft eine Hürde bei der Kurserstellung. Aber man kann
es sich mit der Technik auch leicht machen!

Ich erstelle mit nur 5 Tools einen Onlinekurs.
Genau das zeige ich auch bei „Kurstechnik leicht gemacht“.

Schau rein, wenn Du es Dir genauso leicht machen willst mit der Technik bei der Kurserstellung wie ich und wie viele meiner Kundinnen.

Kurstechnik leicht gemacht: Mit nur 5 Tools einen Onlinekurs erstellen.

 

4) Typische Fehler vermeiden – 10 ultimative Tipps, damit es klappt mit Deinem Onlinekurs

Jetzt kennst Du die einzelnen Schritte, wie Du einen Online-Kurs selbst erstellen kannst.

Doch Du ahnst es vielleicht: Es gibt auch Fettnäpfchen auf dem Weg zum eigenen Online-Kurs.

Denn sind wir mal ehrlich: Viele Selbstständige schaffen es nicht, dass ihr Onlinekurs fertig wird. Oder dass ihr Onlinekurs profitabel wird und sie damit Kunden gewinnen.

Das hat oft gar nichts damit zu tun, wie gut sie auf ihrem Expertengebiet sind! – Lesetipp: Erfahre, was es mit der Expertenfalle im Online-Business auf sich hat und wie Du sie umgehen kannst.

Daher schauen wir uns jetzt die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Onlinekursen an:

 

Fehler 1: Einen zu umfangreichen Onlinekurs planen

Es passiert schnell, dass man ein cooles Kursthema hat. Das aber viel zu umfangreich ist.

Warum ist das ein Problem?

  1. Ein Kurs, der zu groß ist, wird nie fertig. Vor allem, wenn es Dein 1. Kurs ist.
  2. Und niemand wird Deinen Kurs kaufen, weil das Thema viel zu allgemein ist.

Wähle daher lieber ein knackig spitzes Kursthema und dann ran an die Umsetzung. Umso schneller wirst Du fertig und leichter Dein Ziel erreichen!

Und das wird Dich so motivieren, dass weitere Onlinekurse und andere schöne Dinge fast wie von alleine entstehen.

Tipp: Wähle ein kleines, machbares Thema für Deinen Onlinekurs. Vor allem, wenn es Dein 1. Kurs ist!

 

Fehler 2: Das falsche Kursformat

Es gibt nicht „den Onlinekurs“, sondern verschiedene Formate. Wähle ein Kursformat, mit dem Du Dich wohlfühlst und dass Deinen Zielen entspricht.

Gerade für Coaches und Berater, die es gewohnt sind, individuell zu arbeiten, ist der Gedanke, das in einen Kurs zu packen, ungewohnt. Die Lösung liegt im passenden Kursformat.

Im Onlinekurse Starter Kit stelle ich Dir die 3 wichtigsten Formate für Onlinekurse vor. Hier bekommst Du für € 0 das Onlinekurse Starter Kit.

Tipp: Wähle bewusst das Kursformat.

 

Exkurs: Formate von Onlinekursen

Es gibt nicht „den“ Onlinekurs, sondern verschiedene Kursformate.

Ein Onlinekurs kann

  • zu einem bestimmten Termin starten
  • oder als Selbstlernkurs dauerhaft zur Verfügung stehen, so dass er jederzeit gekauft und sofort genutzt werden kann.
  • Du kannst ihn mit oder ohne Deine Begleitung anbieten.

Und das hat auch Konsequenzen für die Vermarktung und Durchführung.

Im Onlinekurse Kompass Starter Kit stelle ich die 3 wichtigsten Kursformate vor, wie Du sie in Deinem Business einsetzen kannst und wie die Erstellung funktioniert. So kennst Du die relevanten Grundprinzipien und kannst das für Dich passende Kursformat wählen. Klicke hier und hol Dir für € 0 das 3-teilige Starter Kit

 

Fehler 3: Den Kurs perfekt machen wollen

Möchtest Du, dass Dein Kurs perfekt wird? Wie soll das aussehen?

Und das Vorhaben, den Kurs perfekt zu machen, wird Dich davon abhalten, überhaupt anzufangen. Und wenn Du loslegst, wird Dir eine gemeine Perfektionismus-Angst im Nacken sitzen. Das wird dann eine krampfige Angelegenheit und genau das spüren auch potenzielle Interessenten.

Tipp: Vermeide die Perfektionismus-Falle. Geh es entspannt an, erstelle einen soliden Kurs und gib Dein Bestes.

 

Fehler 4: Einen schönen Onlinekurs erstellen wollen

„Mein Kurs soll schön werden.“ – das höre ich ziemlich oft.

Aber Hand aufs Herz: Niemand kauft Deinen Onlinekurs, weil er schön ist! Und das wäre ja auch ein starkes Stück. Denn schliesslich willst Du mit Deinem Kurs ja etwas bewirken bei den Menschen, indem sie von Deinem Wissen profitieren und es anwenden.

Tipp: Tipp: Starte mit der Basis, die muss stimmen. Später kannst Du immer noch sehen, ob Du etwas schöner machen willst.

Allerdings wirst Du dann vermutlich merken, dass das mit der Schönheit keine Rolle spielt. Und Du weiterhin auf Lametta & Co in Deinem Kursbereich verzichten kannst.

 

Fehler 5: Der Kurs hat keine Priorität

Einen Onlinekurs zu erstellen ist ein Projekt. Ein Business-Projekt und sollte daher eine gewisse Prioriät in Deiner Selbstständigkeit haben.

Viele Selbstständige sagen, sie haben keine Zeit dazu. Ich sage mal so:

Wenn Du in Deinem Arbeitsalltag keine Zeit hast, um einen Onlinekurs zu erstellen, wird es höchste Zeit! Denn ein eigener Kurs kann Dir langfristig helfen, Zeit zu sparen.

Ja, es braucht Zeit, einen Kurs zu erstellen. Du machst zunächst einiges an Denkarbeit, auch das braucht seine Zeit. Aber wenn Dein Kurs erst auf der To-Do-Liste vorrückt, wenn Du alles andere erledigt hast, dann wird das erst am Sankt Nimmerleinstag soweit sein.

Daher ist es auch wichtig, sich zunächst die eigene Zielsetzung zu überlegen. Das hatten wir – nicht ohne Grund – als 1. Schritt bei der Erstellung eines eigenen Online-Kurses.

Tipp: Mach Deinen Kurs zum Prio-Projekt und blocke Dir Termine, um Deinen Onlinekurs zu erstellen.

 

Fehler 6: Die Technik für den Onlinekurs

Die Technik ist immer wieder ein Thema …

Aber:

    1. Du musst kein Fernsehstudio aufbauen, um Videos zu erstellen. Ich empfehle, sich auf minmales Equipment für die Erstellung eines Onlinekurses zu beschränken.
    2. Und Du musst nicht Programmieren können oder sonst wie IT-affin sein.

Manche fragen nach Software, um einen Onlinekurs zu erstellen. Ganz ehrlich: Dafür benötigst Du keine besondere Software, sondern nur den Umgang mit wenigen Anwender freundlichen Tools, die Du sowieso schon nutzt.

Lass Dir bloß keine unnötigen Technik-Tools aufbrummen. Nach meiner Erfahrung ist das nicht nötig und ich nutze selber nur ganz wenige Tools!

Tipp: Halte die Technik zur Erstellung des Online-Kurses möglichst einfach.

 

 

Fehler 7: Den Kurs nicht testen

Die Gefahr besteht, alleine an seinem Kurs zu tüfteln und im Elfenbeinturm den eigenen Onlinekurs zu erstellen. Und sich vielleicht auch in die eigene Kursidee zu verlieben.

Aber es ist wichtig, Feedback zu bekommen, um nicht in einer Einbahnstraße zu landen. Sonst kann Dein Onlinekurs zum Ladenhüter werden. Der Fall ist tief, wenn Du ganz am Ende merkst, dass Dein Kurs nicht so gut ankommt wie Du dachtest. Und es wäre schade, wenn Du dann das Handtuch wirfst und es ganz sein lässt mit Deinem Onlinekurs.

Tipp: Teste in den verschiedenen Phasen der Kurserstellen.

 

Fehler 8: Das Kursangebot vernachlässigen

Anders als bei Schuhen kann man einen Onlinekurs nicht anprobieren. Daher schreibst Du einen Angebotstext. Das Kursangebot sollte rüber bringen, wofür der Kurs sich eignet und was man damit erreichen kann. Das Kursangebot wird oft stiefmütterlich behandelt, aber ein schlechtes Kursangebot ist einer der 7 häufigsten Gründe, warum Onlinekurse nicht gekauft werden.

Tipp: Erstelle ein passendes Angebot, das Deine Wunschkunden anspricht.

 

Fehler 9: Das falsche Umfeld

Du erzählst einer guten Freundin begeistert von Deiner Kursidee. Von ihr kommt nur ein „Und Du meinst, das kauft jemand?“ Peng! Und die Luft ist bei Dir raus.

Entscheide bewusst, wem Du was erzählst und welche Art der Rückmeldung Du Dir wünschst. Daher hilft es, seinen Kurs in einem geschützten Raum Gleichgesinnter zu erstellen. Es geht dabei nicht darum, sich jeden Tag zu erzählen wie großartig die Kursidee ist. Sondern um konstruktives Feedback und sinnvolle Fragen an die Hand zu bekommen. Das machen wir bei „Souverän zum Selbstlernkurs“ in einer geschützten Gruppe.

Tipp: Achte darauf, mit wem Du über Deinen geplanten Kurs sprichst.

 

Fehler 10: Sich nicht trauen

Vielleicht denkst Du: „Das mit dem Onlinekurs mache ich erst, wenn ich mich sicher fühle.“

Von alleine wird dieser Tag nie kommen … Wenn Dir ein eigener Onlinekurs noch zu groß erscheint, dann starte zunächst mit einem anderen Online-Produkt. Lesetipp dazu: Bist Du bereit für einen eigenen Onlinekurs?

Du wirst Dich sicherer fühlen durch Deine Erfahrung. Wenn Du es also angehst und ein 1. Online-Produkt auf die Beine stellst. Es darf auch ein kleiner Kurs sein! Du wirst dabei eine Menge lernen für Dein gesamtes Business und immer bessser werden.

Tipp: Hab die Angst und mach es trotzdem.

 

 

Fazit

Einen Onlinekurs zu erstellen ist eine Bereicherung für Dein Online-Business. Es wird die eine oder andere Hürde auf dem Weg dahin geben. Lass Dich davon nicht unterkriegen! Denn es macht auch mega viel Spaß, so einen Kurs zu erstellen und anzubieten, der dann dauerhaft für Dich arbeitet.

Wenn Du Dir Unterstützung bei der Konzeption und Erstellung Deines Onlinekurses wünschst oder mit Deinem Onlinekurs alleine nicht weter kommst, dann lass uns schnacken. Trage Dich hier für mein kostenloses Erstgespräch ein. Wir besprechen dann gemeinsam, wie ich Dir am besten weiter helfen kann.