Es gibt einige Fehler bei Online-Workshops, die ich häufig sehe. Sie passieren leicht, vor allem wenn es das erste Online-Produkt ist, das wir natürlich besonders gut machen wollen. Aber manche Fehler lassen sich bei Online-Workshops leicht vermeiden und damit wird der eigene Online-Workshop auch für uns selber gleich viel einfacher.

In der 7. Folge des Ideen-Talks gehe ich auf die 5 häufigsten Fehler bei Online-Workshops ein:

Viele Online-Workshop werden thematisch zu groß gemacht.

Ein Online-Workshop mit einem umfassenden Thema ist aber gar nicht nötig. Viel wichtiger ist es, ein ganz konkretes Problem zu lösen. Du wirst in einem Workshop nicht WordPress oder SEO komplett abhandeln können oder an einem Tag die Wohnung komplett aufräumen. Dafür eigenen sich Onlinekurse oder andere begleitete Programme viel besser.

Nimm lieber eine konkrete Sache, an der Deine Teilnehmer gezielt arbeiten können. Wenn sie bei dieser einen Sache einen Erfolg haben, hat der Workshop für sie bereits einen großen Nutzen. Und wenn sie das gelernte Prinzip dann auch auf andere Bereich übertragen können, ist der Nutzen des Workshops noch größer.

Mit „zu groß“ meine ich auch: zu lang. Ein Online-Workshop muss kein Tagesworkshop sein. Ich mache meinen Online-Workshoptag ganz bewusst über einen Tag, weil genau diese Zeit gebraucht wird, damit das Konzept wirklich durchdacht ist. Ich werde demnächst aber auch einen Halbtagesworkshop anbieten, in dem es um Ideen geht.

Wähle das Thema und das Ziel des Workshops lieber so, dass der Workshop möglichst kurz ist. Damit haben übrigens auch mehr Leute die Chance, daran teilzunehmen, d.h. es wird für sie leichter, Dein Angebot einfach mal auszuprobieren.

Und mit „zu groß“ meine auch, den Anspruch, viele Leute in den Workshop zu kriegen, vor allem wenn es der erste Online-Workshop ist. Starte lieber klein und fein, das erspart Dir viel Stress.

Der Online-Workshop wird schnell zu kompliziert

Wenn Du erstmal eine Idee hast, die Du gerne als Online-Workshop anbieten möchtest, dann kommt ganz schnell der Gedanke, noch etwas vorzuschalten, schon mal eine Woche vorher einen Termin zu machen. Oder eine Serie zu erstellen oder mehrere Termine zur Auswahl zu geben. Mach es so einfach wie möglich und frage Dich: was ist wirklich wichtig? Was genau ist dabei der Mehrwert? Oder soll es einfach nur üppig aussehen? Dann geh lieber nochmal an Dein Thema ran, so dass es für Dich stimmig ist.

Auch ein Mix an zu vielen Medien und Formaten wird komplitziert. Mal live zu gehen, mal Gruppencalls. Dann noch eine Facebook-Gruppe und eine Whatsapp-Gruppe. Ja, es gibt ganz viele Mögichkeiten, aber wir müssen sie nicht alle nutzen! Ich empfehle, den Online-Workshop zu reduzieren auf das Wesentliche. Und das sind: Input, Stillarbeit, Austausch mit Dir. Und das alles über möglichst wenige Kanäle und Medien. Was nur Deko ist, kann weg und ist für den kurzen Zeitraum eines Online-Workshops auch gar nicht nötig. Das verwirrt die Teilnehmer und Dich als Anbieter auch. Denn letzlich musst Du das alles dann auch bedienen. Als Anbieter entscheidest Du die Kanäle und Medien, die natürlich auch zu Deinem Thema und Deiner Zielgruppe passen sollten.

Zu zögerlich über das neue Online-Angebot sprechen

Das gilt natürlich nicht nur für Online-Workshops, sondern generell für unsere Angebote. Es ist nicht so ganz leicht, mit seinem ersten Online-Produkt raus in die Welt zugehen. Was sagen die anderen? Wie finden die das? Wird mich jemand madig machen? Nun ist das auf Social Media mittlerweile mit der Reichweite sehr reduziert. Dein 1. Posting wird also kaum gesehen. Doof? Das ist eigentlich auch ganz gut, weil Du dann langsam immer mal etwas zu Deinem neuen Produkt schreiben kannst. Dich nach und nach also in immer größeren Kreisen davon berichten kannst, dass Du jetzt einen Online-Workshop machst. Wenn Du nicht darüber sprichst, dann weiß das auch keiner.

Ich nutze daher bei der Arbeit mit meinen Kunden einen bestimmten Prozess bei der Themenfindung eines Online-Workshops. Das Thema ist für mich die wichtigste Basis, damit Du als Anbieter auch Lust hast, mit Deinem Online-Produkt in die Welt zu gehen.

Es reicht also nicht, einmal ein Schild hochzuhalten, wenn wir ein neues Onine-Produkt anbieten. Katrin Hill nennt das übrigens „Seeding“:

  • Bring hier und da Dein Thema ein.
  • Zeig den Leuten woran Du arbeitest.
  • Stell Fragen dazu.

Auch das kann man üben und den eigenen Weg finden, so dass es sich gut anfühlt und andere nicht nervt.

Mit der Zielgruppe sprechen vor der Planung des Online-Angebotes.Nicht mit der Zielgruppe sprechen

Neben dem Reden über das Produkt ist es auch wichtig mit der Zielgruppe zu sprechen. Und das kannst Du auf unterschiedliche Weise. Mit kleinen Umfragen auf Deiner Facebook-Seite oder in Deiner Facebook-Gruppe. Sehr empfehlenswert ist auch, mit Leuten aus der Zielgruppe einzeln zu sprechen. Am besten mit Menschen, die wir nicht kennen. Hierfür kannst Du einfach ein Posting auf Deinem Social Media Profil machen, um Gesprächspartner zu finden. Das machen übrigens auch große Unternehmen, denn auch Weltmarktführer sprechen immer wieder mit ihrer Zielgruppe.

Hierbei lernst Du die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe kennen, was Dein Thema angeht. Und auch welche Bedürfnisse und Emotionen dahinter stehen. Du merkst wie die Menschen sprechen, welche Rolle das Thema für sie spielt usw. Also keine Scheu, mal den direkten Kontakt zu suchen und zuzuhören.
Das Thema Umfragen ist ja eine ganz großes extra Thema. Und als langjährige Beraterin in der Marktforschung u.a. für ein Dax-Unternehmen, mache ich dazu eventuell eine Podcast-Folge.

Übrigens: auch während Du Deinen Online-Workshop durchführst, ist es für Dich wertvoll, Deinen Kunden zuzuhören. Ich nehme aus jedem Online-Workshop, den ich mache, Inspirationen mit und sehe wo der Schuh noch drückt.

Der Online-Workshop wurde nicht gekauft

Ein Fehler bei Onliine-Worskops ist auch, zu früh aufzugeben. Wenn das Produkt nicht gekauft wird, ist es leicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Das wäre schade. Zunächstmal: Auch wenn sich dieser eine Workshop nicht verkauft hat, aus welchen Gründen auch immer, hast Du in der Vorbereitung enorm viel gelernt. Daher ermunterere ich zu einem nächsten Versuch. Du hast alles vorbereitet, also überprüfe, was Du besser machen kannst. Frage auch andere nach ihrer Meinung und auch wie sie Dich und Deinen Online-Workshop wahrgenommen haben. Dabei kannst Du beispielsweise Deine Mastermindgruppe oder Erfolgspartner um ehrliches Feedback bitten.

Beim Start mit einem eigenen Online-Produkt machen wir viele Fehler, das gehört dazu. Wer von sich Perfektionismus erwartet, wird gar nicht erst loslegen. Und mit etwas Abstand kann man über eigene Fehler auch schmunzeln. Hier verrate ich mehr über meine eigenen falschen Vorstellungen zum Start mit meinen ersten kleinen Onlinekursen.

Natürlich macht sich ein Online-Workshop nicht von alleine. Auch wenn wir ihn so leicht wie möglich machen können, wird er immer noch arbeitsintensiv sein. Die leichteste Variante ist natürlich gar kein Online-Produkt zu haben. Aber das ist ja nicht das Ziel bei einem Online-Business.

Wenn Dich der Start mit einem eigenen Online-Workshop reizt, dann komm ins nächste Live-Webinar:

 

werschreibt
Eva Peters begleitet Individualisten im Online-Business, um aus Ideen echte virtuelle Produkte zu machen. Ihr Steckenpferd sind Online-Workshops. Sie betreibt den Onlinekurse Kompass, den Ideen-Talk Podcast und den Blog artilda für Deine kreative Seite.