Du planst voller Freude ein Online-Angebot und dann fühlt es sich irgendwie zu groß an oder Dir wird ein bisschen mulmig. Angst vor einem Onlinekurs? Ja, diese Unsicherheit kann auftauchen und uns leider auch ausbremsen.

Vor einiger Zeit bot ich einen neuen Kurzworkshop an. Der Termin rückte näher und am Tag vor dem Workshop bekam ich kalte Füße und überlegte ernsthaft den Workshop abzusagen!

Ich habe schon viele Online-Workshops gegeben. Es ist jedesmal aufregend. Meistens ist es eine positive Gespanintheit. Diesmal war es anders.

In der 12. Episode vom Ideen Talk erzähle ich, was anders war und wie ich mit der Situation umging. Und ich spreche über 3 Aspekte, die wir bereits bei der Planung eines Online-Angebotes berücksichtigen können, um gelassener in den eigenen Kurs oder Workshop zu gehen.

Zu viele unbekannte Faktoren im Online-Angebot?

Zurück zu meinem geplanten Workshop. Ja, ich hatte in der Zeit viel zu viel zu tun. Und ich hatte ganz viele Argumente, warum ich diesen Workshop besser absagen sollte.

Aber was war es eigentlich genau, was mich hadern ließ?

Ich wusste, ich kann Online-Workshops. Ich fühle mich sicher im Ablauf. Selbst wenn Fehler passieren mit der Technik – und die passieren immer wieder – bin ich handlungsfähig. Ich habe schon viele Problemchen erlebt bei der Durchführung von Workshops und Katastrophen mit Onlinekursen. Was war also los mit mir?

Der geplante Workshop war zu einem neuen Thema im Kreativbereich, zu dem ich noch nie mit Kunden gearbeitet hatte. Und ich kannte die Teilnehmerinnen überhaupt nicht. Ich hatte also ein paar Unbekannte in meiner Rechnung.

Dann überlegte ich, warum ich diesen Workshop ursprünglich angeboten hatte: ich wollte genau dieses Thema testen.

Die Sache war damit für mich klar. Ich gab diesen Online-Workshop, er lief sehr gut und es waren genau die richtigen Teilnehmerinnen dabei!

Aus Angst vor dem Onlinekurs den Termin verschieben?

Ich beobachte auch bei anderen, dass ein Online-Workshop oder ein Onlinekurs mal eben verschoben wird oder ganz von der Bildfläche verschwindet. Natürlich müssen wir nicht jedes Angebot, das wir anzetteln auch durchziehen. Aber meist wollen wir es ja doch, sonst hätten wir gar nicht mit einem eigenen Online-Angebot angefangen.

Daher stelle ich 3 Aspekte vor, die es Dir leichter machen werden mit Deinem Online-Produkt.

3 Aspekte, um gelassener Dein Online-Angebot zu starten

1) Wähle ein Thema, bei dem Du sicher bist

Ein sicheres Thema ist die beste Basis. Und ganz besonders für den 1. Online-Workshop, Onlinekurs oder Webinar. Gleichzeitig mit der Technik, dem Ablauf und dem Thema zu jonglieren, ist eine enorme Herausforderung. Scheu Dich also nicht, ein Thema zu wählen, das Du im Schlaf bedienen kannst.

Um mehr Sicherheit zu haben, kannst Du das Angebot vorab auch mit 2-3 Leuten als Betakurs testen. Wenn Du es als Beta-Projekt ankündigst, nimmt es Dir automatisch eine Menge Druck.

2) Warum willst Du dieses Online-Angebot machen?

Ein klares „Warum“ hilft in vielen Bereichen, so auch hier. Wenn wir den Grund kennen, warum wir dieses Angebot erstellt haben, können wir es leichter durchziehen. Denn wir kennen unsere ganz eigene Motivation für das Projekt.

Dein Ziel kann sein:

  • Online enfach auszuprobieren
  • oder – wie in meinem Fall – das Thema zu testen.
  • Dein Ziel kann auch sein, Teilnehmerinnen zu gewinnen für ein weiteres Programm,
  • Dich als Expertin zu positionieren,
  • oder mit einem Onlinekurs hohe Umsätze zu erzielen.

Kleiner Tipp: Notiere Dein „Warum“ auf Deinem Produktkonzept, so dass Du es nicht aus den Augen verlierst.

Wenn wir ein Online-Angebot allerdings nur erstellen, weil andere meinen wir müssten das machen, dann holt es uns an dieser Stelle sicher ein.

3) Kennst Du die Teilnehmer des Onlinekurses?

Es hilft, wenn wir wissen, wer bei dem eigenen Onlinekurs oder Workshop dabei sein wird. Das gilt natürlich umso mehr für Angebote, bei denen wir eng mit unseren Teilnehmern zusammen arbeiten.

Wir müssen die Leute gar nicht besonders gut kennen. Aber wenn wir schon mal einen Eindruck haben, dass es die richtigen Leute sind, dann macht es automatisch sicherer.

In meine Online-Workshops, die ich im Businessbereich gebe, kommen nur Leute, die auch in meinen Webinaren waren. Sie lernen mich im Webinar kennen und merken, ob sie mit mir zusammen arbeiten wollen. So kenne ich die potentiellen Teilnehmerinnen zwar noch nicht, aber sie kennen mich! Und dieser Filter funktioniert zu etwa 90%.

Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich ganz gerne motiviere, Webinare zu geben.

Ein anderer Weg, Teilnehmer vorab kennen zu lernen oder sogar auszuwählen, sind Erstgespräche. Du kannst solche Gespräche beispielsweise machen, wenn Du einen Betakurse anbieten möchtest. Das ist zwar aufwändig, aber so weißt Du, wer dabei sein wird und kannst auch direkt die Erwartungen der Interessenten überprüfen.

Frau trinkt entspannt aus einer Tasse

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Leichter Loslegen beim Online-Angebot

Mit ein bisschen mehr Planung bei den unbekannten Faktoren kannst Du sicherer Dein Angebot starten und vielleicht auch die positive Aufregung geniessen.

Wenn Du Angst vor einem Onlinekurs verspürst, dann starte klein. Biete zunächst einen Online-Workshop oder ein Webinar an. Starte solch ein kleines Projekt zügig und fokussiert, dann bleibt Deine Motivation hoch.

Oft helfen auch Sparringspartner oder Mastermindgruppen, die Dich praktisch und mental unterstützen. So bleibst Du dran und wirst Dein Angebot viel leichter durchführen!

Hast Du selber auch schon Muffensausen vor dem Start Deines Onlinekurses oder Workshops erlebt? Berichte im Kommentar von Deinen Erfahrungen und was Dir dabei geholfen hat.

Und wenn Dich ein eigener Online-Workshop reizt, dann komm ins nächste Live-Webinar:

 

werschreibt

Eva Peters begleitet Individualisten im Online-Business, um aus Ideen echte virtuelle Produkte zu machen. Ihr Steckenpferd sind Online-Workshops. Sie betreibt den Onlinekurse Kompass, den Ideen-Talk Podcast und den Blog artilda für Deine kreative Seite.