„Aber was die ganze Technik angeht, das kann ich nicht!“ – das höre ich oft von anderen, die eigentlich Bock auf eigene Webinare, Online-Workshops und Co. haben. Und das sind in erster Linie Frauen, zumindest sagen sie das eher als Männer. Und so freue ich mich über die Blogparade „Zu blond für die Technik?“ von Sara Menzel-Berger.

Denn: ich glaube das nicht! Schon vor dem ersten Kaffee meistern wir unbewusst und meistens unfallfrei die ersten technischen Hürden. Wir benutzen im Alltag mittlerweile viele technische Geräte und virtuelle Tools. Da dürfte der beherzte Schritt zum eigenen Online-Angebot doch auch möglich sein, oder?

Respekt und ein bisschen Bammel vor technischen Themen sind sicher gesund. Aber wir sollten die Chefin in unserer Selbstständigkeit bleiben und die Technik darf uns helfend zur Seite stehen. So der Plan. Und dann tauchen ein paar Sätze dazu auf.

Wie geht das mit der Technik?

Es gibt zum Glück nicht die Technik, sondern eine Vielfalt an Möglichkeiten. Seien es technische Geräte, Online-Tools, Software, Newsletter-Anbieter oder Webinar-Plattformen usw. Je nach Geschmack und Vorkenntnissen ist für jeden etwas dabei. Wir können beispielsweise erstmal das ausprobieren, was uns als Nutzer gefällt. Du hast selber schon an Zoom-Gesprächen teilgenommen? Dann probiere doch mal aus, ein eigenes Zoom-Meeting zu starten. Es muss ja nicht gleich mit hoch dotierten Kunden sein.

Diese Online-Tools sind nur was für Profis

Ich hatte jahrelang einen Mordsrespekt vor Webinaren. Einen Webinarraum stellte ich mir aufwändig und komplex vor, in etwa wie ein Fernsehstudio. Sowas kann doch nur echten Profis vorbehalten sein, dachte ich.

Als ich dann irgendwann heimlich bei edudip ein Webinar ausprobierte, war ich etwas beleidigt. Es war so einfach! Warum hatte mir das niemand gesagt? Seitdem mache ich regelmäßig Webinare, unter anderem Webinare zu Online-Workshops und Webinare zu Alexa.
Es ist nicht mein Ziel, Profi in Sachen edudip zu werden. Sondern ich möchte es lediglich als Tool bedienen, so dass ich schmerzfrei meine Webinare machen kann. Es gibt dort einige Funktionen, die ich gar nicht nutze, weil ich sie nicht brauche oder nicht mal weiß, dass es sie gibt.

Die Technik im Online-Business muss funktionieren

Wenn ein Auto mal bockt oder der Zug Verspätung hat, ist das ärgerlich. Solche technischen Pannen gibt es auch im Online-Business. Technik ist nun mal anfällig und menschliche Fehler passieren auch. Perfektion an die Software, die Tools und an uns selber zu stellen, hilft nicht so recht weiter. Und wie im richtige Leben, lernen wir beim Fehlermachen wie wir sie künftig vermeiden können.

Da immer neue Tools hinzu kommen, sich die Oberflächen von Anbietern immer wieder ändern und dort noch nicht alle Fehler behoben sind, wird es immer etwas geben, das nicht funktioniert. So sind wir ständig im Lernprozess. Das ist einerseits nervig, aber hält wohl auch jung ….

Es darf nichts passieren

Diese Angst, dass etwas passiert und aus dem Ruder läuft, lässt uns oft gar nicht erst anfangen. Fest steht, es wird immer mal etwas passieren, das uns aus dem Konzept bringt. Darauf stellen wir uns am besten ein. Sei es ein Live-Video in der falschen Facebook-Gruppe, Stromausfall, Internet-Ausfall, ein Programm stürzt ab und der Rechner gleich mit. Oder das Produkt, das die Grundlage Deines Onlinekurses ist, macht kurzerhand dicht. Allerlei kann passieren, was nicht in unserer Hand liegt.

Manchmal machen wir auch etwas falsch, aber auch das ist kein Weltuntergang. Je mehr Abenteuer wir mit der Technik erleben, desto gelassener können wir damit umgehen. Fragen wir uns doch mal: Was kann schlimmstenfalls passieren?

Auch als Teilnehmer an Onlinekursen, Webinaren, Online-Workshops, Online-Kongressen, Online-Challenges usw. können wir uns beobachten: mit welchem Anspruch gehen wir da rein? Wie gehen wir mit den technischen Pannen von anderen um? Meist werden wir mit unseren Ansprüchen milder, wenn wir auch mal auf der anderen Seite sitzen.

Ich muss die Technik beherrschen, bevor ich sie anwende

Wenn wir die Online-Tools falsch bedienen, kann es blöd oder ärgerlich sein. Es ist aber nicht wie beim Autofahren oder Fliegen, denn der Schaden wird sich in Grenzen halten. Gemeinsam mit dem Autofahrenlernen ist: wir lernen die Tools am gut kennen, wenn wir sie benutzen. Dabei fangen wir am besten im kleinen Rahmen an. Also einen Newsletter bereits verschicken, wenn wir nur 5 Leute in der Liste haben. Denn bei 500 Newsletter-Abonnenten möchtest Du schon souveräner im Umgang mit dem Newsletter-Anbieter sein. Auch dann ist es jedesmal ein bisschen aufregend, wenn wir auf den „Senden“-Button für den eigenen Newsletter klicken!

Oftmals bieten Geräte, Tools und Software unglaublich viel, aber wir benötigen nur einen Bruchteil davon. Gönnen wir uns den Mut zur Lücke und blenden die Funktionen aus, die uns nichts sagen oder die wir im Moment nicht benötigen.

Alle anderen können das, nur ich nicht!

Wir wissen nicht, wie lange andere, die scheinbar elfengleich die Tools und Programme nutzen, damit schon hantieren. Es gibt wohl niemanden, bei dem auf Anhieb alles klappt.
Und auch bei namenhaften Anbietern und bei Profis funktionieren die Dinge manchmal nicht. Wenn ein Gewitter das Webinar lahm legt, dann kann niemand was dafür. Wer 1.000 Webinar-Anmeldungen hat, muss mit solchen Problemen genauso umgehen können wie jemand mit 5 Webinar-Anmeldungen.

Und wer gar keine Lust dazu hat, sich mit weiteren technischen Tools zu befassen, kann virtuelle Assistenten beauftragen, die sich damit auskennen und die Arbeit gleich abnehmen. Auch das ist eine professionelle Lösung, um den Kopf frei zu haben.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll

Was nutzen andere, was machen andere? Wenn Du ein Webinar besuchst, beobachte dabei auch, ob Dir die genutzte Webinartechnik gefällt. Ähnlich ist es bei Onlinekursen: welche Plattformen nutzt der Kurs-Anbieter? Vieles kann man als Beifang mitnehmen.

Im Facebook Masterkurs von Katrin Hill lernte ich Zoom sehr gut kennen und nutze es für meine Online-Workshops. Im Podcastkurs von Gordon Schönwälder nutzte ich erstmals Elopage. Damaris Aulinger schwärmte immer wieder davon, was sie alles mit Camtasia macht. Natürlich muss man nicht jeder Empfehlung folgen! Aber es lohnt sich, im Netzwerk nach Erfahrungen mit bestimmten Tools zu fragen und auch zu beobachten, was andere nutzen.

Es gibt außerdem viele Gruppen in den sozialen Medien, wo wir Fragen stellen können, wenn wir ratlos sind oder etwas nicht klappt Und es gibt Tutorials zu Themen aller Art, um den Einstieg zu finden. Nach und nach wird es sich verdichten, also keine Scheu, klein anzufangen. Wer sofort einen Onlinekurs machen will, lädt sich auf einen Schlag sehr viel auf. Einfacher in der Technik ist ein Online-Workshop, der sich nach den eigenen Bedürfnissen konzipieren lässt und auch robuster gegenüber Fehlern ist. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, dann melde Dich an für das nächste gratis Webinar.

 

werschreibt
Eva Peters begleitet Individualisten im Online-Business und zeigt den Weg zum eigenen Alexa-Skill. Sie betreibt den Onlinekurse Kompass und den Blog artilda für Deine kreative Seite.

Ich selber bin übrigens gar kein Technik-Freak, dafür bin ich viel zu ungeduldig. Ich nutze nicht mal WhatsApp und mir wird gesagt, dass ich mein Smartphone mehr benutzen soll. Mich siehst Du aber immer mit einem iPad und ein Echo-Gerät ist meist in der Nähe. Aus Öko-Gründen kaufe ich selten Geräte. Sie müssen mich mit einem echten Nutzen überzeugen. Auch bei Alexa war ich skeptisch, aber mich machte das Potential neugierig und das war eine sehr gute Entscheidung!