Ich werde oft gefragt, wie ich es eigentlich schaffe, in meiner Selbstständigkeit als Solopreneur so produktiv zu sein.

In diesem Artikel schauen wir uns an, warum Produktivität im Online-Business so bedeutsam ist und ich verrate meine kleinen Geheimnisse für mehr Produktivität.

Warum ist Produktivität im Online-Business so wichtig?

Ein Online-Business funktioniert, indem wir Online-Produkte verkaufen. Das sind Produkte wie beispielsweise Onlinekurse, eBooks, Online-Trainings, Online-Coachings usw.

Wir brauchen also Online-Produkte, die wir anbieten können. Diese Produkte müssen erstellt werden. Das ist unterschiedlich komplex:

  • Um einen Onlinekurs zu erstellen, produzieren wir unter anderem Kursmaterial.
  • Um ein Online-Coaching anzubieten, braucht man zwar kein Kursmaterial (übrigens ein wunderbarer Vorteil von solchen 1:1 Online-Angeboten), aber auch hier muss ein Angebot erstellt und die Verkaufsabwicklung eingerichtet werden.
  • Um ein eBook zu schreiben, braucht man ebenfalls keine Kursvideos erstellen. Allerdings muss man schreiben können und es vor allem auch wollen.

Damit ist es aber nicht getan. Denn wir kümmern uns auch darum, dass andere Menschen von uns und unseren Produkten überhaupt erfahren. Nur dann haben sie auch die Möglichkeit, unsere Produkte zu kaufen.

Um also Sichtbarkeit aufzubauen und um unsere Produkte anzubieten, erstellen wir weitere „Dinge“: Wir erstellen Content, in Form von Inhalten für die Sozialen Medien, Podcastfolgen, Blogartikel, Interviews, Webinare, Newsletter, Werbung usw.

Für ein funktionierendes Online-Business müssen wir also allerhand produzieren.

Und es reicht nicht, wenn wir nur über Sachen nachdenken, die wir machen könnten, dazu fleissig manifestieren oder auf Instagram gucken, was andere so machen. Letzteres ist übrigens kontraproduktiv, sondern eher ein Zeitdieb im Online-Business.

Der bessere Weg ist: in die Pötte kommen und die Sachen angehen. Wir kommen nur weiter in unserem Business, wenn wir produktiv sind. Also selber aktiv unsere Vorhaben auf die Beine stellen.

 

Was mir nichts bringt, um produktiv zu sein

Bevor wir gucken was mir bei meiner Produktivität hilft, möchte ich verraten, was mir eher nicht hilft, um produktiver zu werden.

Und das sind Tools.

Ich bin generell sehr minimalistisch mit Tools in meinem Online-Business. Um einen Onlinekurs zu erstellen, kann man es sich kompliziert machen. Aber Onlinekurstechnik kann auch einfach sein. Ich nutze meist nur 5 gängige Tools zur Kurserstellung. Bei „Kurstechnik leicht gemacht“ zeige ich wie das geht, so dass Du es genauso einfach machen kannst bei der Kurserstellung.

Aber auch in meiner Planung und beim Projektmanagement nutze ich keine besonderen Tools. Ich habe immer mal wieder Tools ausprobiert. Aber sie helfen mir nicht, sondern sie bringen mir als Solopreneur eher zusätzlichen Beschäftigungsaufwand. Anders wäre es, wenn ich in einem Team arbeiten würde, dann finde ich solche Tools durchaus hilfreich.

Ob Dir Tools liegen oder nicht, ist sicher auch Typfrage. Wenn Du also gute Erfahrungen mit Tools gemacht hast und sie Dir in Deiner Planung und Produktivität weiter helfen, dann lass Dich davon nicht abhalten. Denn natürlich ticken wir alle anders.

Und ich nutze auch keine Techniken zur Optimierung, Zeitmanagement oder ähnliches, wie beispielsweise die Pomodore-Technik. Auch das habe ich ausprobiert, bringt mir aber nichts.

 

Meine 5 Geheimnisse für mehr Produktivität im Online-Business

Was genau mir hiflt um produktiv in meiner Selbstständigkeit zu sein, schauen wir uns jetzt an.

 

1) Das macht automatisch produktiv: Love what you do

Natürlich gibt es in der Selbstständigkeit viel Kram, der keinen Spaß macht. Bei mir ist das alles, was mit Bürokratie zu tun hat. Aber das gehört nun mal dazu. Und wir haben im Gegenzug auch eine große Spielwiese, wo wir das machen können, wozu wir richtig Lust haben.

Das ist zunächst unser generelles Fachgebiet. Ich wette, Du hast Dir auch etwas gewählt, für das Du brennst, oder? Also bist Du sicher motiviert, da auch weiter zu kommen. Mir macht es riesig Spaß, Produkte zu entwickeln und andere dabei zu begleiten, sei es im 1:1 oder mit meinen Kursangeboten.

Auch wenn wir ein neues Angebot konzipieren oder neuen Content erstellen, können wir damit starten, worauf wir am meisten Appetit haben. Als ich anfing, mein eBook zu schreiben, habe ich mit dem Schreiben nicht auf Seite 1 begonnen, sondern mit das Kapitel herausgepickt, auf das ich spontan am meisten Lust hatte. So konnte ich bei dem eBook „Klartext Onlinekurs“ ganz leicht mit dem Schreiben beginnen.

Und damit kommt ein wichtiger Stein ins Rollen. Es gibt erste handfeste Ergebnisse und die sind so motivierend, dass man leichter dranbleibt.

 

2) Ohne Konzept geht gar nichts

Produktivität ist wie gesagt eine relevante Sache im Online-Business. Aber natürlich werden wir nicht einfach blindlings irgendwelche Inhalte und Kurse erstellen, um „irgendwas“ zu haben. Bei der Erstellung von Angeboten, Produkten und Content sollte man mit kühlem Kopf vorgehen.

Ich produziere nicht einfach drauf los, sondern mache zunächst ein Konzept. Das Konzept hilft mir enorm, um dann bei der Umsetzung fokussiert zu bleiben. Denn damit weiß ich, wohin die Reise geht und habe einen Rahmen, in dem ich mich bewege.

Das Konzept ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Sondern es ist ein Leitfaden, den ich bei Bedarf auch bewusst anpasse.

 

3) Durch Routine die Produktivität steigern

Meinen ersten klitzekleinen Onlinekurs habe ich vor 10 Jahren gemacht. Heute mache ich meine Kurse natürlich ganz anders als früher, denn die Zeit ist im Online-Business nicht stehen geblieben.

Aber dadurch dass ich schon viele Onlinekurse und andere Digitale Produkte erstellt habe und viele Blogartikel geschrieben habe, bin ich mittlerweile routiniert. Dadurch bin ich schneller, fokussierter und kann auch bei anderen gut einschätzen, wo sie sich Umwege sparen können. Diese Erfahrung kommt natürlich auch meinen Kundinnen zugute.

Außerdem gehe ich heute routinierter mit Situationen um, wenn mal etwas nicht klappt. Beispielsweise mit der Technik oder wenn ich blockiert bin und nicht weiter komme. Ich weiß, dass es in jedem Projekt solche Momente gibt, wo ich nicht weiter komme. Und ich weiß auch, dass ich darüber wegkomme und dass es sich lohnt dranzubleiben.

 

4) Einen Workflow entwickeln

Bei vielen Dingen, die ich „produziere“, habe ich mittlerweile einen Workflow entwickelt. Der basiert natürlich auf der Routine und auf meinen Erfahrungen.

Dabei spielt es keine Rolle, was ich erstellen will, also ob es nun ein Kurs ist, ein anderes Digitales Produkt oder Content. Denn jedes Projekt im Online-Business besteht aus strategischen Phasen, kreativen Phasen und aus der Umsetzung.

 

5) Weglassen, um mehr zu schaffen was wichtig ist

Ich bin gut im Weglassen. Vor allem bei Dingen, die mir nicht sooo mega wichtig sind. Aber auch bei Aspekten, die meiner Erfahrung nach keinen zusätzlichen Nutzen bringen.

Ich mache seit einiger Zeit beispielsweise weniger auf Social Media. Das schenkt mir eine extra Portion Zeit und gibt mir auch mehr Energie. Diese Zeit und Energie stecke ich lieber in Sachen, die mir in meiner Selbstständigkeit Spaß machen – siehe Punkt 1 – und die dauerhaft wirken.

Auch das ist bei jedem anders. Daher lohnt sich das Ausprobieren. Und zwar über einen längeren Zeitraum. Dann erleben wir hautnah, was uns liegt und natürlich auch, was uns im Online-Business weiter bringt.

Was könntest Du weglassen, das Dir Zeit und Energie raubt?

 

Fazit

Produktivität brauchen wir in unserem Online-Business, um Produkte zu erstellen und anzubieten. Was Dir helfen kann, um produktiver zu werden, erfährst Du am besten durchs Ausprobieren. Es macht auch Spaß, produktiv zu sein und etwas Neues zu entwickeln und zu sehen, wie eine lose Idee langsam griffiger und Wirklichkeit wird. Und es ist ganz normal, dass man anfangs länger braucht. Denn alle Schritte sind neu. Aber mit der Erfahrung wird es Dir leichter fallen und Du wirst produktiver werden.

 

neues ebook: Klartext Onlinekurs