Will ich wirklich höhere Preise bei Onlinekursen? Gratis-Angebote sind super! Sie sind verlockend und schnell klicke ich auf den Anmeldebutton. Auch bei sehr günstigen Kursen überlege ich nicht lange, wenn ich Lust habe den Kurs auszuprobieren. Allerdings: Material aus preiswerten Kursen landet oft auf meinem virtuellen Stapel, den ich „später“ durcharbeiten werde. 

Bei hochpreisigen Kursen entscheide ich mich weniger spontan, sondern überlege mir den Kauf sehr gut. Oft lasse ich mir auch ein Hintertürchen offen, wenn es ein 14-tägiges Rückgaberecht gibt, davon habe ich aber noch nie Gebrauch gemacht. Anders als bei Kurs-Schnäppchen nehme ich mir bei teuren Kursen tatsächlich mehr Zeit und arbeite das Material konsequenter durch. Ich habe den Anspruch, für mich das meiste aus dem Kurs zu holen und schwänze auch keine Veranstaltung. Damit bin ich nicht alleine, denn in teuren Kursen treffe ich auf andere ambitionierte Teilnehmer und ebensolche Kursleiter. Damit ist ingesamt ein anderer Austausch möglich, als wenn sich überwiegend Zaungäste in der Gruppe bewegen.

Bei höheren Preisen erwarte ich auch hochwertige Inhalte, die entsprechend professionell verpackt sind. D.h. es ist nicht damit getan bei Billigkursen einfach die Preise zu erhöhen, um ein beglückendes Kauferlebnis zu bieten. Ich vermute aber, dass ein Großteil der Kursanbieter mit höheren Preisen auch eine entsprechende Qualität anbieten wird, um langfristig am Markt zu bestehen.

Das Prinzip Freebie

Die Qualität und ob die Chemie stimmt, kann man als künftiger Kunde ansatzweise testen. Die Kursleiter zeigen sich, die Art wie sie kommunizieren und was sie drauf haben bereits in ihren Freebies: ihren kostenlosen Webinaren, PDF-Downloads oder Challenges. Auch wenn solche Freebies oft als Verkaufsveranstaltung oder Email-Adressen-Fänger bemäkelt werden, ist für mich dieses Prinzip nicht nur legitim, sondern hilfreich. Wenn ich bereits in dem gratis Webinar abschweife oder mich der Inhalt in dieser Form nicht anspricht oder es sich um Copy-Paste Inhalte handelt, dann passt der Kurs für mich eben nicht. Wenn ich aber bereits von dem Freebie profitiere, dann wird der Kurs erfahrungsgemäß auf entsprechendem Niveau sein.

Von einem hohen Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren Kursanbieter und Teilnehmer Klick um zu Tweeten

Befremdlich finde ich allerdings Angebote mit der Ankündigung „der Kurs kostet nicht 269.000 Dollar, sondern nur 999 Dollar“. Das habe ich bisher aber eher bei Kursen aus den USA gesehen. Solange es keine Immobilienpreise werden, sollten professionelle Anbieter von deutschsprachigen Kursen aber gerne ihre Preise erhöhen, wenn sie selber von ihrer Arbeit überzeugt sind. Auch das Prinzip von verschiedenen Preisstufen für Produkte – zB mit und ohne individuellem Coaching – hilft potentielle Kunden mit unterschiedlichen Ansprüchen optimal zu bedienen. Von einem hohen Preis-Leistungs-Verhältnis können alle profitieren. Ich bin sehr gespannt auf Eure besten Onlinekurse!

Wie sind Eure Erfahrungen mit teuren und günstigen Onlinekursen?

 

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Eva Peters ist bekennende Anhängerin von Onlinekursen. Hauptberuflich ist sie Marktforschungsberaterin und hat viele unterschiedliche Interessen. Daher freut sie sich auf Onlinekurse nahezu aller Art.