Wenn man mit einer Sache neu beginnt, dann stellt sich oft die Frage: Wo soll ich nur anfangen? Und wie? So geht es sicherlich auch vielen Bloggern, die ihre ersten Schritte in diesem Medium wagen.

Damit dir diese Schritte etwas leichter fallen, gebe ich dir heute ein paar Tipps für deine ersten Blog-Artikel an die Hand.

Überlegst du noch, ob du einen Blog starten möchtest? Dann schau dir diese 12 Vorteile des Bloggen für das Online-Business an.

Bloggen ist kein Hexenwerk

Ein Blog ist ein wunderbares Instrument, um sichtbar zu werden und zu zeigen, was man drauf hat. Um Vertrauen zu potentiellen Kunden aufzubauen. Und eins verspreche ich dir gleich ganz zu Anfang: Es ist kein Hexenwerk, tolle Blog-Artikel zu schreiben!

Ohnehin kommunizieren wir heute ja sehr viel schriftlich – ob in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, per E-Mail, in Kurznachrichten. Dieser Gedanke macht es vielleicht dem einen oder anderen leichter, auch mit dem Bloggen zu beginnen.

Auch von der technischen Seite her ist es heute vergleichsweise einfach, einen Blog zu starten. Wer sich mit ein wenig Geduld selbst reinfuchsen möchte, kann das mit Hilfe von zahlreichen Tutorials und Anleitungen problemlos tun. Und wer sich ans Technische nicht rantraut, der findet dafür auch kompetente Hilfe, die selbst bei kleinem Budget bezahlbar ist.

 

Einfach drauflos schreiben – keine gute Idee

Aber in diesem Artikel soll es ja um die Blog-Artikel gehen, ums Schreiben. Also zurück auf Anfang. Wer glaubt, dass man sich einfach hinsetzen und drauflos schreiben kann, der liegt da leider einem Irrglauben auf. Das mag mal funktionieren, aber dauerhaft ist es wenig sinnvoll. Wie bei allen Marketing-Instrumenten braucht auch ein Blog Planung – im besten Fall im Einklang mit anderen Kanälen. Das eigentliche Schreiben kommt erst sehr viel später. Vor allem am Anfang hilft gute Planung dabei, auch wirklich dranzubleiben.

Themen für tolle Blog-Artikel finden

Deshalb steht am Anfang die Themenfindung. Das Oberthema hast du natürlich schon – es geht um dein Business oder um dein Herzensprojekt. Hierfür gilt es nun, Unterthemen zu finden, die du wiederum weiterentwickelst zu Blog-Artikeln. Mach dir dabei klar, dass du das Rad nicht neu erfinden musst – nein: Dass du das Rad nicht neu erfinden kannst! Über fast alles wurde bereits geschrieben. Das sollte aber kein Hinderungsgrund für dich sein, denn noch niemand hat’s mit deinen Worten gesagt, aus deiner Perspektive. Mir hilft bei der Themenfindung übrigens ein Themenplan, den ich am Anfang eines Jahres erstelle. Da gibt es dann ein Oberthema für jeden Monat und das breche ich in kleine Blog-Artikel-Häppchen herunter.

Recherchieren – auch als Experte

Wenn also das Thema für deinen Blog-Artikel steht, dann geht’s an die Recherche. Ja, auch wenn du Experte auf deinem Gebiet bist: Recherchieren gehört einfach dazu. Schon allein deshalb, weil du ja im Idealfall auch ausgehende Links brauchst. (Nein, Link-Geiz ist nicht geil! Und wenn du gute Inhalte lieferst, musst du auch keine Angst haben, dass du durch ausgehende Links Leser verlierst.) In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, wenn man die eigenen Aussagen belegen kann. Oder eben eine andere Sichtweise aufzeigt. Übrigens: Für die Recherche nutze ich neben Google (oder einer anderen Suchmaschine) auch die sozialen Netzwerke, allen voran Twitter – weil man da mit Hilfe von Hashtags gut suchen kann – und Pinterest, ab und zu auch Facebook.

Das Grundgerüst – eine gute Konzeption

Nach der Recherche bist du schon recht gut gerüstet. Aber auch jetzt geht’s noch nicht ans Schreiben. Zumindest noch nicht so richtig. Denn jetzt kommt erst einmal die Konzeption. Das heißt, du gibst deinem Artikel ein Gerüst, auf das du dann später aufbaust. Für die Konzeption notiere ich mir zunächst Stichworte – alles, was mir so einfällt, wie eine Art Brainstorming. Diese Stichworte sortiere und strukturiere ich dann. Dabei solltest du darauf achten, dass du mit einem richtig schlagkräftigen Argument loslegst. Also den Knaller gleich am Anfang bringen. So bleiben die Leser neugierig. Und wenn dir etwas zu schwammig und unscharf erscheint, dann lass es im Zweifelsfall lieber weg.

Jetzt hast du also dein Grundgerüst: Du hast sauber recherchiert, nachgedacht, strukturiert. Und nun geht’s – endlich – ans Schreiben. Jetzt füllst du dein Gerüst mit Leben. Du wirst sehen, mit der Vorarbeit, die du bereits geleistet hast, geht das jetzt auch gleich viel leichter von der Hand. Und mit jedem Blog-Artikel, den du schreibst, wird es auch immer besser. Mit dem Schreiben ist es nämlich wie mit fast allem: Übung macht den Meister!

Einleitung und Überschriften am Schluss schreiben

Es ist übrigens durchaus sinnvoll, mit dem Schreiben des Hauptteils anzufangen und die Überschrift und die Einleitung erst ganz am Schluss zu schreiben. Zum einen ist der Einstieg oft besonders knifflig und man blockiert sich selbst, wenn man ewig daran herumdoktert. Zum anderen kann man die Einleitung so an den Text anpassen und muss nicht den Text – also die Kernaussagen – an die Einleitung anpassen.

Für Einleitung und Überschrift solltest du dir wirklich Zeit nehmen, denn diese beiden Elemente müssen einfach sitzen. Die Überschrift macht die Leser neugierig, die Einleitung sorgt dafür, dass sie dranbleiben. Auch die Zwischenüberschriften sind wichtig, denn sie geben deinem Text Struktur und helfen dem Leser, den Inhalt des Blog-Artikels zu umreißen. Sie sollten daher entweder Aufmerksamkeit erregen oder eben kurz anreißen, was den Leser im nächsten Abschnitt erwartet.

Auch der Schluss des Artikels muss sitzen. Wenn es passt, baue einen sogenannten Call-to-Action ein, also eine Handlungsaufforderung. Sag deinen Lesern, dass sie dir einen Kommentar hinterlassen sollen, dass sie deinen Newsletter abonnieren sollen oder etwas in der Art.

Gib auch deinem 1. Blog-Artikel Zeit!

Im Optimalfall kannst du deinem Artikel nach dem Schreiben etwas Zeit geben. Ich plane immer so, dass ein Blog-Artikel mindestens ein, zwei Nächte unberührt liegt. Das hat sich bewährt, denn dann gehe ich mit frischem Kopf noch einmal dran. So findet man Fehler – inhaltlich, aber auch Tippfehler – viel eher, weil man etwas Abstand zum Text hat. Und du willst ja einen möglichst fehlerfreien Text abliefern, nicht wahr? Es spricht nicht grade für Seriosität, wenn sich in jedem zweiten Satz ein Fehler eingeschlichen hat. Deshalb solltest du für jeden Blog-Artikel auch eine Korrektur-Phase einplanen, bevor du ihn veröffentlichst. Also schreiben, dann ein, zwei, drei Tage liegen lassen und dann nochmal den kompletten Artikel durchgehen und die Fehlerchen korrigieren.

Übrigens gefällt mir der Satz „Schreibe wie ein Rebell, überarbeite wie ein Erbsenzähler.“ total gut. Leider konnte ich nicht herausfinden, von wem er stammt. Aber genau diese Herangehensweise finde ich toll. Das heißt, in der ersten Schreibphase schreibt man, was das Zeug hält. Dann macht man Pause, gewinnt Abstand, gibt dem Kopf die Gelegenheit, sich zu erholen. Und zum Schluss geht man mit frischem Kopf nochmal an den Feinschliff, bei dem man dann sehr genau arbeitet, auf stilistische und inhaltliche Feinheiten achtet, Fehler korrigiert.

Nach dem Schreiben – Bilder, Links und SEO

So, nun hast du deinen Artikel geschrieben und kannst ihn veröffentlichen. Wirklich? Nein, noch nicht ganz. Denn ein paar Dinge gilt es noch zu beachten, auf die ich noch ganz kurz und knapp eingehen möchte.

Ein Bild sagt mehr…

Vor dem Veröffentlichen solltest du noch ein passendes Artikelbild suchen. Bei längeren Texten empfiehlt es sich, auch innerhalb des Artikels Bilder einzubauen, da sie das Schriftbild auflockern und der Leser nicht von zu viel Text erschlagen wird. Vor allem das Artikelbild will gut ausgewählt sein, denn es bekommt sehr viel Aufmerksamkeit und entscheidet mit darüber, ob jemand deinen Artikel liest oder nicht. Es sollte vor allem zum Thema passen.

Geiz bei Links ist nicht geil!

Ebenfalls wichtig sind Links. Und zwar sowohl ausgehende als auch Links, die auf eine andere Seite innerhalb deiner eigenen Website verweisen. Das kann ein anderer Blog-Artikel sein oder die Seite, auf der du dein Angebot vorstellst – was auch immer. Wenn es passt, füge einen internen Link ein. Ausgehende Links sind auch eine tolle Sache. Zum einen für den Leser, weil du ihm damit weiterführende Artikel zeigen kannst. Zum anderen für die Suchmaschine, wenn du auf eine gute, seriöse Seite verlinkst. Und derjenige, der verlinkt wird, freut sich natürlich auch drüber – das ist gleich eine tolle Möglichkeit, um vielleicht neue Kontakte zu knüpfen. Außerdem ist es oft so, dass automatisch auch ein Link zu deinem Artikel unter dem verlinkten Artikel veröffentlicht wird (Pingback). Das bringt also auch dir wieder was.

Ganz wichtig ist übrigens, dass wenn du jemanden zitierst oder eine Aussage von jemandem übernimmst, dass du die Quelle nennst. Sonst verletzt du das Urheberrecht, und das kann unter Umständen teuer werden. Also in so einem Fall musst du einen Link setzen (die einfachste Variante) oder wenn das nicht geht, eben die Quelle angeben. Das gehört nicht nur zum guten Ton, sondern du bist damit auch rechtlich abgesichert.

Für den Leser schreiben oder für die Suchmaschine?

Sicherlich hast du auch schon von SEO oder Suchmaschinenoptimierung gehört. Hierzu könnte man ganze Bücher füllen, deshalb will ich mich auf das für mich Wesentliche beschränken: In erster Linie schreibst du immer für deine Leser. Es bringt dir nämlich nichts, wenn du bei Google auf Seite 1 bist, die Leser aber schon beim zweiten Satz abspringen, weil der Text einfach nicht gut ist. Ja, Suchmaschinen sind wichtig. Aber sie können inzwischen beispielsweise einen qualitativ guten von einem schlechten Text unterscheiden.

Ein Plugin kann helfen

Außerdem gibt es noch sehr viele andere Möglichkeiten, deinen Artikel oder deine Website für Google und Co. zu optimieren, das muss nicht alles im Text passieren. (Als kleines Beispiel: WordPress-Plugins wie SEO by Yoast oder All in one SEO haben dafür bereits einige Maßnahmen integriert, die du mit wenig Zeitaufwand umsetzen kannst und die deinem Text keinen Abbruch tun.) Deshalb sollte dein wichtigstes Augenmerk auf der Textqualität liegen. Wenn du dann noch Zeit und Lust hast, kannst du den Text noch für Suchmaschinen optimieren.

So weit, so gut. Jetzt bist du also bereit für deinen ersten Blog-Artikel. Ich bin gespannt, wie du meine Tipps umsetzen wirst. Hinterlass doch gerne einen Kommentar, ich freu mich drauf!

 

Elkewerschreibt
Elke Schwan-Köhr
ist die Frau für alle Fälle, wenn’s um Web-Texte und Blog-Artikel geht. Ihre Vision: Nie mehr schlechte Texte im Internet lesen. Elke schreibt für Einzelunternehmer und KMUs. Außerdem optimiert sie auch bestehende Texte und gibt Blog-Artikeln den letzten Feinschliff.

Außerdem bietet sie den Online-Kurs „Beeindruckende Blog-Artikel – In 10 Lektionen zu begeisterten Lesern“ an, in dem sie Schritt für Schritt erklärt, wie man Blog-Artikel schreibt, die gern gelesen werden.

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