Eva Laspas bietet Onlinekurse und Coaching rund um das Thema Schreiben an. Über ihre Challenge „Schreiben lernen“ bin ich auf Eva aufmerksam geworden und stellte fest, dass wir nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten Vornamen teilen, da wollte ich mehr wissen.
Eva Friederike fragt Eva Friederike.

Du hast kürzlich die Online Challenge „Schreiben lernen“ durchgeführt. Was hat diese Challenge bei den Teilnehmern bewirkt, was ist daraus entstanden?
Ich hatte die Challenge gemeinsam mit einem 7-köpfigen Team so aufgebaut, dass insbesondere Menschen, die schlechte Erfahrungen im Deutschunterricht gemacht hatten, einen Zugang zum Schreiben finden konnten. Deutschunterricht hat mit dem Schreiben von eigenen Firmentexten leider sehr wenig zu tun … (lacht).

Den TeilnehmerInnen machten die spielerischen Übungen viel Spaß und an den Zugriffszahlen sehe ich, dass die Angebote im hohen Maß genutzt wurden.

Durch das viele gute Feedback entstand dann bei mir die Idee, die Inhalte der Challenge noch viel mehr Menschen zur Verfügung stellen zu können, wenn wir die Aufgaben in ein Buch gießen würden. Denn da entwickelt sich ein neuer Trend …

Es gibt immer mehr Blogs und textliche Kommunikation, die online stattfindet. Und es ist einfacher geworden Bücher zu schreiben, zB Ebooks oder Bücher selber zu verlegen. Siehst Du da eine Entwicklung zu einem Schreib-Trend?
Absolut. Die Technik rund um das „Onlinelesen und –schreiben“ wird ja auch immer einfacher. Ich kann mich erinnern, der Trend ging so richtig knapp vor der Jahrtausendwende los. Damals hatte ich eine der ersten Onlinezeitschriften, die baute ich mühsam im Publisher … (lacht).

Und jetzt mit WP, Joomla und Co – wirklich einfach für jeden. Und jeder, der der Welt etwas zu sagen hat, kann seine Erfahrungen und Expertisen weitergeben.

Wo viel geschrieben wird, muss auch viel gelesen werden. Wie schafft man es gelesen zu werden in diesem großen Angebot und der heutigen Social Media Welt?
Man schafft sich durch seinen eigenen Stil sein Publikum, seine Nische. Wenn du eine klare Vorstellung von den Menschen hast, mit denen du zusammenarbeiten möchtest, dann ziehst du genau die an.

Und dann durch das Netzwerken: Andere unterstützen, zusammen etwas machen. Social Media ist ein super Weg, wenn man Netzwerken richtig versteht. Für mich bedeutet Netzwerken in erster Linie geben, denn nur wo Raum ist, kann Neues hereinfließen.

Schreibtipps der Expertin Eva Laspas

Was können Menschen machen, die sich beim Schreiben noch weiter verbessern wollen?
Üben, üben und nochmals üben. Viel lesen, spielerisch mit der Sprache umgehen. Texte miteinander vergleichen. Sie laut lesen und auf den Rhythmus hören.

Da gibt es vieles, das man einfach so in den Alltag einbauen kann. Wie z.B. Werbung von der Plakatwand lesen und durchdenken, wenn du bei der Ampel stehst…

Hast Du 3 Tipps für Blogger, die wir beim Schreiben gleich umsetzen können?

  • Erst einmal – schreibe für dein „ideales“ Publikum. Ehe du beginnst, schaffe dir zumindest einen Menschen, zu dem du schreibst. Den schaust du an, dem schreibst du.
  • Dann – sprich sein Problem an – biete Lösung an, gib Tipps, empfiehl andere. Verschleiere nichts. Erzähle auch von dir, deinen Fettnäpfchen oder Pannen, wenn sie zur Geschichte passen. Das macht dich menschlich und das ist das Wichtigste beim Bloggen, denke ich: Zeig dich als der Mensch, der du bist. Sei authentisch.
  • Und – letztendlich: Fasse dich kurz. Wähle kurze Sätze, einfach Worte. Bewege deine LeserInnen mit Verben.

Im Rahmen vieler Onlinekurse schreiben die Kurs-Teilnehmer ja generell schon mehr als bei Präsenzkursen. D.h. Dein Thema „Schreiben“ eignet sich wirklich gut für Onlinekurse, in denen Austausch stattfindet, die Teilnehmer also schreiben müssen. Was hast Du für besondere Erfahrungen gemacht, was bietet so eine Online Kursansatz an echtem Mehrwert?

Ich denke, Onlinekurse sind in dieser raschlebigen Zeit deshalb so im Kommen, weil die Menschen nirgendwo hingehen müssen. Sie haben ihr iPad, etc. bei sich und können die Lektionen machen, wann und wo sie möchten.

Außerdem glaube ich, dass die angebotenen Onlinekurse exzellent sein müssen, um auf dem Markt bestehen zu können. Als HerstellerIn eines Onlinekurses gibst du alles, was du hast und noch ein Stückchen mehr… (lacht).

Welche Onlinekurse bietest Du aktuell an?
Ich biete gerade den Kurs Besser Schreiben lernen für UnternehmerInnen an. Da geht es darum, für das eigene Unternehmen wirklich gute Texte zu schreiben. Techniken zu erarbeiten, in Zukunft Texte müheloser und rascher produzieren zu können. Dazu gibt es individuelle Übungen und themenbezogenes Text-Coaching.

Der Unterschied zwischen meinem Angebot und anderen, ebenso Guten auf dem Markt, ist der Ansatz der Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Das ist ein völlig anderer Ansatz. Einfach genial – genial einfach. Da kann jeder Schreiben lernen.

Für wen sind Deine Kurse geeignet, wen möchtest Du besonders ansprechen?
Besonders geeignet ist mein Kurs für Menschen, die der Welt etwas zu sagen haben. Die einen Schlussstrich unter ihre schlechten Erfahrungen im Deutschunterricht ziehen möchten. Die ein neues Blatt in ihrem Lebensbuch „Schreiben“ aufschlagen möchten. Und die UnternehmerInnen sind.

Bietest Du auch Präsenzkurse an?
Ja, daran arbeite ich. In meinem Marketingplan sind Kontakte zu Unternehmensberatern von EPUs und größeren Kursanbietern vorgesehen. Man kann die Inhalte mit geringfügiger Abänderung auch offline anbieten. Ähnlich einer Montessorischule, nur für Erwachsene.

Auch wenn bei Präsenzkursen die individuelle Betreuung nicht so gegeben sein kann. Denn genau da sehe ich ja den großen Vorteil von meinem Onlinekurs. Die individuelle Betreuung. Aufgaben individuell auf dein Unternehmen, deine Stärken und deinen idealen Kunden zugeschnitten.

Was war ausschlaggebend oder interessant für Dich selber Onlinekurse zu entwickel
Die größere Reichweite. Ich kann in derselben Zeit viel mehr Menschen unterstützen, besser Schreiben zu lernen. Und das ist deswegen notwendig, da so viele wertvolle Perlen (also Wissen in den Menschen) da draußen versteckt sind – die, wenn sie nicht aufgeschrieben werden, für immer verloren gehen würden. Das wäre sehr schade.

Und dann noch die individuelle Betreuung, das persönliche Text-Coaching. … Achja, und der Austausch in der Gruppe durch die anderen TeilnehmerInnen. (lacht)

Eigene Erfahrungen mit Onlinekursen

Wie ist Dein Hintergrund der Onlinekurse Schreiben? Erzähle ein bisschen über Deine Motivation und Expertise.
Ich schreibe und lese schon, seit ich 5 Jahre alt bin. Das ging dann weiter in der Schule, seitenweise Schularbeiten. Clubzeitschriften, Mitarbeiterzeitschriften für die Unternehmen, für die ich damals tätig war.

Dann machte ich aus einer Laune heraus die Ausbildung zur Belletristik-Schriftstellerin. Danach die kaufmännische Ausbildung zum Verkaufsleiter (übrigens beide Kurse waren Fernkurse – also eigentlich die Vorläufer von Onlinekursen), wo viel Marketing dabei war und Werbetexten. Und wieder etwas später die Montessori-Ausbildung. Scheinbar zusammenhanglos sammelte ich nebenbei Wissen.

Niemals kam ich auch nur auf die Idee, dass ich das Wissen, das ich über 45 Jahre angesammelt habe, als Expertin weitergeben könnte. So blind sind unsere blinden Flecken!

Das kam dann durch die Challenge von Christina Emmer, eigentlich durch eine Übung von Stéphane Etrillard … da riss es mir den Schleier weg und ich sah klar meinen Weg vor mir…

Bist Du selber Nutzerin von Onlinekursen? Und was sind Deine Erfahrungen?
Ja, ich habe einige Onlinekurse gemacht. Alles mit interessanten Aspekten. Und auch alle mit dem Hintergedanken, sie auf Benutzerfreundlichkeit zu überprüfen. Zu schauen, was ich gut finde und was nicht. Um Ideen zu bekommen. So hatte jeder Kurs zweierlei Aspekte für mich – erstens lernte ich tolle Inhalte, zweitens lernte ich, wie man sie aufbereitet… (lacht).

Was wäre ein Traumthema oder Traumkurs für Dich als Teilnehmerin?
Ich habe die ganze Technik rund um „Onlinekurse erstellen“, verkaufen, etc. durch einen tollen Onlinekurs gelernt. Genau diese „Erklärkurse“ finde ich super: Zeige mir in ganz einfachen Schritten, wie so ein Programm funktioniert. Das spart so viel Zeit!

Natürlich könnte ich mich auch selber durch Programme oder Wissensgebiete wühlen, aber in der Zeit, die ich dazu brauche, habe ich die Kosten für den Onlinekurs 100fach wieder eingenommen… (lacht).

Wie motivierst Du Dich selber zB bei Selbstlernkursen?
Wenn ich mich entschlossen habe, einen Kurs zu machen, dann zählt mein Wille als Motivation. Und meine Neugierde, was in der nächsten Lektion Neues kommt. Ich liebe es, Neues zu lernen, das ist für mich die beste Motivation. Die Liebe trägt mich weiter.

Aber generell, wenn ein Teil von mir mal nicht so ganz mag, dann gibt es eine kurze innere Konferenz. Sind die Gründe wesentlich und vertretbar, dann gibt es einige Stunden Aufschub. Ansonsten mache ich einfach weiter und lass den Teil, der nicht will, maulen. Ich muss ja nicht unbedingt auf alles reagieren, was da so in mir abgeht. (lacht)

Was war für Dich Dein größter Erfolg als Teilnehmerin bei einem Onlinekurs?
Mein größter Erfolg sind meine Blogs und die Technik hinter den Produkten. Alles was ich dazu brauchte, hatte (und habe) ich aus Onlinekursen.

Ein Tipp für einen aktuellen Onlinekurs?
Also ich empfehle alle Kurse von Meike Hohenwarter – die sind immer dann aktuell, wenn es darum geht, dein Onlinebusiness zu starten! Einfach, klar und auch für absolute Technikneulinge ideal.

Danke Eva für das Interview!

 

Onlinekurse Schreiben Eva LaspasEva Laspas: Zu-Fälle gehören zu meinem Leben. Gewisse Dinge waren mir schon immer glasklar. Ich wusste mit 16, dass ich einmal eine eigene Firma haben würde – der Weg dorthin dauerte 18 Jahre, in denen ich – scheinbar zusammenhanglos – Kurse, Seminare und Ausbildungen machte. Alle diese Kenntnisse haben sich wie Puzzlesteine nach meiner Karenz mit meinem mittleren Kind nahtlos – und ‚zu-fällig‘ zu einem Bild gefügt.

Ich bemühte und bemühe mich, zum Wohle unserer Mutter Erde und der Menschheit zu Handeln – aus bestem Wissen und Gewissen und ziehen daraus meine Erkenntnisse. Ich danke allen Menschen, die bisher meinen Lebensweg kreuzten, um mich klarer erkennen zu lassen, und freue mich auf jene, die ich noch kennen lernen darf.

Meine Familie und mein vielschichtiges Unternehmen in Liebe und zum Wohle aller zu managen, ist mein Lebensinhalt. Eine Teilung zwischen ‚Beruf‘ und ‚Privat‘ für mich daher Illusion … Dadurch erfahre ich das Leben und kann mich weiterentwickeln. Was ich erfahren habe und leben kann, das gebe ich an Suchende weiter.

Zur Webseite von Eva Laspas

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Interviewfragen von Eva Peters
Eva Peters ist bekennende Anhängerin von Onlinekursen. Hauptberuflich ist sie Marktforschungsberaterin und hat viele unterschiedliche Interessen. Daher freut sie sich auf Onlinekurse nahezu aller Art.

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